Kartoffelroder auf dem Acker

Bereits mit Beginn der Jungsteinzeit begann der Mensch Flächen zu roden und Ackerbau zu betreiben…damit begann er seßhaft zu werden. Eine vollwertige Selbstversorgerwirtschaft kommt eigentlich nicht ohne Ackerbau aus, wenn auch Getreide und andere Feldfrüchte in erkläglichen Mengen angebaut werden sollen…
Getreide gehört zu den absoluten Grundnahrungsmitteln und ist auch als Tierfutter unerlässlich.

 

 

Abgestellte Scheibenegge auf dem Acker



Um erfolgreich Ackerbau zu betreiben braucht es natürlich schon ein wenig Equipment... Zumindest für die Erstanlage ist ein Pflug von Nöten, die spätere Bewirtschaftung eines Ackers ist auch Pfluglos möglich...desweiteren braucht es verschiedene Eggen, Striegel und Unkrauthacken...die weitere Austattung hängt davon ab, welche Früchte man anbauen will... für einen Getreideacker ist eine Drillmaschine nützlich, wenngleich sich Getreide natürlich auch per Hand säen lässt...für den Kartoffelacker ein so genanntes Vielfachgerät...oder zumindest ein Häufelpflug. Für die Ernte einen Kartoffelroder und für Getreide zumindest eine gute Sense oder entsprechende Geräte bis hin zum Mähdrescher... und zu guter Letzt natürlich etwas um die Ernte nach Hause zu bringen und die entsprechenden Lagermöglichkeiten...

 

Traditionell gebundene Garben auf einem Stoppelfeld

...und dann braucht es natürlich noch etwas um die Geräte anzutreiben... eine kleinere Ackerwirtschaft kann man durchaus mit einem Einachser betreiben, für den es eigentlich alle benötigten Geräte auch gibt... Soll es größer sein, stellt sich die Frage: Traktor oder Zugtier ? Über diese Frage liesse sich stundenlang diskutieren, aber grundsätzlich hängt die Entscheidung immer von den individuellen Umständen und ganz besonders auch von den persönlichen Vorlieben ab... Wer keinen Spass an Technik hat wird sich mit dem Traktor schwer tun und wer keinen Spaß an der Arbeit mit Tieren hat wird nie ein guter Fuhrmann werden und den Tieren wird es dann auch nicht besonders gut gehen... Letztendlich muss diese Frage also jeder für sich ganz persönlich entscheiden...

 

Alter restaurierter Traktor



Ach ja...einen Acker braucht`s dann schliesslich ja auch noch ...und das ist wahrscheinlich meistens der kniffeligste Punkt wenn man nicht ohnehin schon über Land verfügt...Gute Ackerflächen sind in den meisten Gegenden schwer bis gar nicht zu bekommen und wenn dann recht teuer...Außerdem verpachten die meisten Landwirte auffällig ungern an in ihren Augen "Hobbybauern"... Bleibt halt die Möglichkeit sich den schlechtern Flächen anzunehmen und diese zu beackern, was mühsam aber natürlich möglich ist...und ein Selbstversorger wird ja meist keine Rekordernten anstreben... Auch ungünstig geschnittene Flächen lassen sich mit kleinerem Gerät noch gewinnbringend bewirtschaften... Als Selbstversorger braucht man halt nicht zwingend einen Schlag von 3 Ha aufwärts am Stück...Was man auf jeden Fall klären sollte wenn man eine Wiese oder Brachfläche übernimmt, ist ob ein Umbruch der Fläche überhaupt gestattet ist...

 



Mohn im Getreide

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