Schafe am Stall

Zentrales Thema einer Selbstversorgung

Betrachtet man die landläufige Vorstellung eines „romantischen“ Bauernhofes der wohl als klassisches Vorbild für einen Selbstversorgerhof gelten dürfte, was ja auch durchaus Sinn macht, so beherbergt dieser eine Vielzahl von Tieren und Tierarten. Das macht auch in vielerelei Hinsicht wirklich Sinn. Erstens liefern diese Tiere natürlich alle Produkte, die dem Menschen in vielfältiger Weise zu Gute kommen, oder erbringen im Fall von Hund, Katze und Arbeitspferden „Dienstleistungen“ die dem Menschen nützen. Zum zweiten ergänzen sich diese Tiere aber auch in erstaunlicher Weise… Nehmen wir ein brachliegendes Stück Land: Zuerst schicken wir die Ziegen und Kühe hinein…Die Kühe fressen das lange Gras, während sich die Ziegen votrefflich um aufgewachsene Bäume und Sträucher kümmern und die Brombeeren kurz und klein machen…

 



Danach folgen die Pferde, Gänse und Schafe, die das Gras dann ganz kurz fressen. Ist das Gras dann kurz, folgen die Schweine, die das Land umbrechen und die Wurzeln fressen... Danach kann man Korn anbauen, was wiederum allen Tieren und dem Menschen Nahrung gibt...Es geht aber noch weiter...Die Molke die bei der Verarbeitung der Ziegen- und Kuhmilch anfällt lässt sich hervorragend zum Mästen von Schweinen verwenden...verwaiste Kuhkälber gedeihen hervorragend mit Ziegenmilch...Ziegenlämmer kann man mit Kuh-Kollostrum versorgen, um die CAE Erkrankung auszurotten...Hühner und Schweine verwerten die Abfälle aus Küche und Garten...und liefern mit Ihrem Dung wiederum hervorragenden Dünger... Schlachtabfälle ernähren Hund ud Katze... und diese Liste ließe sich noch beliebig erweitern...



Eine Ziege zieht Grimassen

Nun wird diese Idealvorstellung eines Selbstversorgerhofes natürlich nur für die wenigsten umzusetzen oder wünschenswert sein aber die Haltung einzelner Tierarten macht ja auch durchaus einen Sinn... um sich zum Beispiel mit schmackhaften Eiern, köstlichem Lammfleisch oder Honig zu versorgen. Allein wer einmal den Unterschied zwischen einem Supermaktei und dem eines Huhnes aus einer Selbstversorgerhaltung gekostet hat wird wissen, welchem Ei er in Zukunft den Vorzug gibt. Tierhaltung ist eine Sinngebende und befriedigende Freizeitbeschäftigung, die eine Menge Freude bringen kann.

 

Zwei Kaltblüter auf der Koppel



Es sollte sich aber auch jeder potenziell zukünftige Tierhalter VOR der Anschaffung der ersten Tiere ausgiebig Gedanken darüber machen, daß er mit der Anschaffung Verantwortung für ein Lebewesen übernimmt und diesen Punkt sehr ernst nehmen, ganz im Sinne des kleinen Prinzen:
"Du bist ein Leben lang für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast".

 

 

 

Ein glückliches Schwein auf der Weide

Man sollte sich zum Beispiel vorab Gedanken darüber machen, wer die Tiere versorgen kann wenn man erkrankt oder in Urlaub fährt. Tiere sind nun mal Geschöpfe, die an 7 Tagen in der Woche und 365 Tage im Jahr versorgt werden müssen. Auch sollte man vorher abklären ob überhaupt die Möglichkeit besteht die gewünschten Tiere artgerecht zu halten.Neben den naheliegenden Fragen, ob zum Beispiel genug Land oder Stallgebäude zur Verfügug stehen sollte man sich auch damit befassen, ob die rechtlichen Bedingungen erfüllt sind um diese Tiere zu halten und welche Vorschriften es hierzu gibt. Welche Sachkundenachweise werden benötigt ? Gibt es Nachbarn die sich eventuell an der Tierhaltung stören? Dürfen an dieser Stelle überhaupt Tiere gehalten werden ?



Auch sollte man nicht unterschätzen wie "wachsam" heutzutage Spaziergänger und Passanten im Bezug auf Tierhaltungen sind und wie schnell ein Anruf beim Tierschutzverein oder beim Veterinäramt erfolgt ist. Das mag jetzt den Eindruck erwecken, als solle hier die Tierhaltung ausgeredet werden, dem ist aber nicht so. Nur sollte sich jeder frühzeitig mit diesen Themen auseinandersetzen denn man kann diesen Themen nicht ausweichen und es macht wirklich keinen Spass sich erst damit zu beschäftigen wenn der Tierschutz oder der Amtsveterinär schon vor der Tür steht !
Und damit Sie sich nicht alle Informationen mühsam zusammen suchen müssen, dafür gibt es ja diese Seite hier !

 

Zwei Esel im Stall

Zum guten Schluss sollte als goldene Regel gelten:
Erst der Stall, dann das Tier !
Stellen Sie erst die Ställe fertig, bevor Sie die Tiere auf den Hof holen...Es macht keinen Spass Tiere in Behelfslösungen zu halten...Weder dem Halter, noch dem Tier !
Und nun viel Freude auf den folgenden Seiten und bei der Tierhaltung...

Extensive Rinderherde auf einer grossen Weidefläche

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