Entenrassen
Nicht nur die indische Laufente ist ein fleissiger Schneckenvertilger

 

Auswahl der für die Selbstversorgung interessanter Rassen

Enten stellen eine Untergruppe der Gänse dar. Es gibt etwa 150 Entenrassen und Entenarten. Im folgenden soll eine Auswahl der für den Selbstversorger interessantesten Rassen vorgestellt werden, was die grosse Gruppe der Zierenten demnach ausschliesst. Die meisten der für die Lebensmittelproduktion interessanten Rassen sind jene zur Fleisch- oder Federproduktion, es gibt aber einige Entenrassen die auf Legeleistung gezüchtet sind, deren Fleisch natürlich aber auch gleichermassen nutzbar ist. Bei der Nutzung von Enteneiern sollte man immer bedenken, diese durchzuerhitzen, da sie Salmonellen enthalten können.

 

Entenrassen für den Selbstversorger

Wildenten

Fleischrassen und Enten zur Federgewinnung

 

Entenrassen
Selbstversorger sollten die Entenrasse nach den Bedürfnissen ihrer Selbstversorgerwirtschaft wählen

 

Alte und gefährdete Entenrassen

(laut Roter Liste der GEH e.V. Stand 1 / 2019)

Extrem gefährdet

Rouen-Ente

Stark gefährdet

Landente

Gefährdet

Vorwarnstufe

Hochbrutflugenten

 

 

Gedanken zur Rassezucht

Für den Selbstversorger ist das Züchten oder Halten von Rassetieren natürlicherweise nicht zwingend erforderlich, da natürlich auch Mischlingstiere hervorragende Produkte hervorbringen.

Teilweise scheint es gerade in der Selbstversorgerszene fast schon eine Art Weltanschauung darzustellen, eben keine Rassetiere zu halten sondern eine bunt gemischte Schar von verschiedenen Rassen und Mischlingen.

Wem das so gefällt und wer Spass daran hat kann und soll das auch gerne tun.

Zum Problem wird das erst, wenn Rassezüchter automatisch zu Tiervermehrern oder noch schlimmerem abgestempelt werden.

Wer gerne Tiere nachziehen möchte, sollte sich doch wenigstens einmal unvoreingenommen Gedanken dazu machen, ob er dies nicht auch mit einer bestimmten Rasse im Zuge einer Rassezucht, sei es organisiert oder nicht tun könnte. Das heisst nicht zwingend, fortan ständig zu irgendwelchen Rasseausstellung antanzen zu müssen, aber er tut aktiv etwas zum Erhalt der Rasse und somit zur Erhaltung der wunderbaren genetischen Vielfalt.

Noch wichtiger wird dieser Aspekt, wenn man sich für eine Alte und / oder gefährdete Rasse entscheidet, die zum Teil nur deshalb noch existieren, weil sich einzelne Züchter es sich nicht nehmen lassen haben trotz aller Widerstände und teilweise sogar illegal an der Zucht dieser Rasse festzuhalten. Noch dazu macht es auch einfach Spass, sich nach und nach eine Zucht einer bestimmten Rasse aufzubauen und sich selbst an den Fortschritten und den selbst gezogenen Tieren zu erfreuen. Und das auch, wenn man damit keine Schleifen und Pokale sammelt…Selbstverständlich sollte jeder verantwortungsbewusste Tierhalter darauf bedacht sein eine gesunde, vitale und möglichst regional typische Rasse zu wählen die zu seinen Bedürfnissen passt. Qualzuchten sollten von vorneherein ausscheiden.

 

Entenrassen
Viele alte Entenrassen sind akut vom Aussterben bedroht und werden wohl nur durch Hobbyzüchter und engagierte Selbstversorger überleben können

 

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