Selbstversorger Geflügel
Brahma-Hühner sind eine der bekanntesten und die größte Fleischrasse

Rassewahl abhängig von der Familiengröße

Bei der Wahl der richtigen Hühnerrasse für den Selbstversorgerhof kommt es in erster Linie auf den individuellen Bedarf der Selbstversorgerwirtschaft an. Ist der Bedarf an Hühnerfleisch recht groß und vielleicht auch viele Mäuler zu stopfen, wäre als Hühnerrasse für den Selbstversorger bestimmt eine Fleischrasse interessant. Je nach Rasse bringt dort ein Hahn schon mal 5 bis 5,5 Kg auf die Waage und auch eine Henne noch 4,5 Kg. Das reicht locker für eine gute Mahlzeit mit 4 bis 5 Personen. Für eine grosse Selbstversorgerfamilie daher ideal. Ein weiterer Vorteil der Fleischrassen liegt darin, dass sie relativ ruhig sind und vergleichsweise wenig Auslauf brauchen. Ausserdem sind die meisten Vertreter der Fleischrassen zuverlässige Brüter und gut für die Naturbrut geeignet. Und nicht zuletzt sind natürlich auch die Eier der Fleischrassen für die Selbstversorgung nutzbar und fallen durchaus auch in erkläglichen Mengen an.

 

 

Erkennungsmerkmale von Fleischrassen

– schwerer, grosser Körperbau

-ruhiges Temperament

-schlecht oder gar nicht flugfähig

-Ohrlappen oder Ohrscheiben rot

-meist gelbe oder braune Eier

-zuverlässige Brüter

 

Selbstversorger Huhn
Wer viele hungrige Mäuler zu stopfen hat sollte als Selbstversorger eine fleischbetonte Hühnerrasse bevorzugen

 

Fleischrassen

Orpington

 

Selbstversorger Hühner
Ein kräftiger Gockel einer Fleischrasse kann alleine schon einige Kilo auf die Waage bringen

 

Gedanken zur Rassezucht

Für den Selbstversorger ist das Züchten oder Halten von Rassetieren natürlicherweise nicht zwingend erforderlich, da natürlich auch Mischlingstiere hervorragende Produkte hervorbringen.

Teilweise scheint es gerade in der Selbstversorgerszene fast schon eine Art Weltanschauung darzustellen, eben keine Rassetiere zu halten sondern eine bunt gemischte Schar von verschiedenen Rassen und Mischlingen.

Wem das so gefällt und wer Spass daran hat kann und soll das auch gerne tun.

Zum Problem wird das erst, wenn Rassezüchter automatisch zu Tiervermehrern oder noch schlimmerem abgestempelt werden.

Wer gerne Tiere nachziehen möchte, sollte sich doch wenigstens einmal unvoreingenommen Gedanken dazu machen, ob er dies nicht auch mit einer bestimmten Rasse im Zuge einer Rassezucht, sei es organisiert oder nicht tun könnte. Das heisst nicht zwingend, fortan ständig zu irgendwelchen Rasseausstellung antanzen zu müssen, aber er tut aktiv etwas zum Erhalt der Rasse und somit zur Erhaltung der wunderbaren genetischen Vielfalt.

Noch wichtiger wird dieser Aspekt, wenn man sich für eine Alte und / oder gefährdete Rasse entscheidet, die zum Teil nur deshalb noch existieren, weil sich einzelne Züchter es sich nicht nehmen lassen haben trotz aller Widerstände und teilweise sogar illegal an der Zucht dieser Rasse festzuhalten. Noch dazu macht es auch einfach Spass, sich nach und nach eine Zucht einer bestimmten Rasse aufzubauen und sich selbst an den Fortschritten und den selbst gezogenen Tieren zu erfreuen. Und das auch, wenn man damit keine Schleifen und Pokale sammelt…Selbstverständlich sollte jeder verantwortungsbewusste Tierhalter darauf bedacht sein eine gesunde, vitale und möglichst regional typische Rasse zu wählen die zu seinen Bedürfnissen passt. Qualzuchten sollten von vorneherein ausscheiden.

 

 

Alte und gefährdete Fleischrassen

Stand 01/2019

(laut Roter Liste der GEH e.V.)

Extrem gefährdet

Vorwarnstufe

 

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