Selbstversorgung Eier
Legerassen sind speziell auf die Legeleistung gezüchtet und setzen kaum Fleisch an

 

Rassewahl abhängig vom individuellen Bedarf

Bei der Wahl der richtigen Hühnerrasse für den Selbstversorgerhof kommt es in erster Linie auf den individuellen Bedarf der Selbstversorgerwirtschaft an. Liegt das Interesse an der Hühnerhaltung in erster Linie in der Selbstversorgung mit Eiern und besteht wenig oder gar kein Bedarf an Hühnerfleisch, zum Beispiel weil es sich um eine vegetarische Selbstversorgung handelt sind bestimmt reine Legerassen interessant, für jede Selbstversorgung die neben den Eiern aber auch Fleisch produzieren will stellen wohl die Zweinutzungsrassen die bessere Alternative dar. Einen Nachteil in der Selbstversorgung stellt bei den reinen Legerassen das Fehlen des Bruttriebes dar, da man zur Nachzucht entweder über eine Brutmaschine verfügen, oder sich einige Glucken einer anderen Rasse die zuverlässig brütet zusätzlich halten muss wenn man seine Hennen selber nachziehen möchte.

 

 

 

Erkennungsmerkmale von Legerassen

– Leichter, eher kleiner Körperbau

– Lebhaftes Temperament und hoher Bewegungsdrang

– gute Flugfähigkeit

– weisse Ohrscheiben

– weisse Eier

– gelbe Beine

– geringer bis kein Bruttrieb

 

Eier Selbstversorgung
Liegt das hauptsächliche Interesse der Selbstversorgung auf den Eiern kann auch eine reine Legerasse gute Dienste leisten

 

Hühner Legerassen
Reine Legerassen zeichnen sich durch einen leichten Körperbau aus

 

 

Gedanken zur Rassezucht

Für den Selbstversorger ist das Züchten oder Halten von Rassetieren natürlicherweise nicht zwingend erforderlich, da natürlich auch Mischlingstiere hervorragende Produkte hervorbringen.

Teilweise scheint es gerade in der Selbstversorgerszene fast schon eine Art Weltanschauung darzustellen, eben keine Rassetiere zu halten sondern eine bunt gemischte Schar von verschiedenen Rassen und Mischlingen.

Wem das so gefällt und wer Spass daran hat kann und soll das auch gerne tun.

Zum Problem wird das erst, wenn Rassezüchter automatisch zu Tiervermehrern oder noch schlimmerem abgestempelt werden.

Wer gerne Tiere nachziehen möchte, sollte sich doch wenigstens einmal unvoreingenommen Gedanken dazu machen, ob er dies nicht auch mit einer bestimmten Rasse im Zuge einer Rassezucht, sei es organisiert oder nicht tun könnte. Das heisst nicht zwingend, fortan ständig zu irgendwelchen Rasseausstellung antanzen zu müssen, aber er tut aktiv etwas zum Erhalt der Rasse und somit zur Erhaltung der wunderbaren genetischen Vielfalt.

Noch wichtiger wird dieser Aspekt, wenn man sich für eine Alte und / oder gefährdete Rasse entscheidet, die zum Teil nur deshalb noch existieren, weil sich einzelne Züchter es sich nicht nehmen lassen haben trotz aller Widerstände und teilweise sogar illegal an der Zucht dieser Rasse festzuhalten. Noch dazu macht es auch einfach Spass, sich nach und nach eine Zucht einer bestimmten Rasse aufzubauen und sich selbst an den Fortschritten und den selbst gezogenen Tieren zu erfreuen. Und das auch, wenn man damit keine Schleifen und Pokale sammelt…Selbstverständlich sollte jeder verantwortungsbewusste Tierhalter darauf bedacht sein eine gesunde, vitale und möglichst regional typische Rasse zu wählen die zu seinen Bedürfnissen passt. Qualzuchten sollten von vorneherein ausscheiden.

 

 

Alte und gefährdete Fleischrassen

Stand 01/2019

(laut Roter Liste der GEH e.V.)

 

[amazon_link asins=’3258077681,3800103885,3818603413′ template=’ProductGrid‘ store=’Selbstsorger‘ marketplace=’DE‘ link_id=’a567ecc5-aad8-46a3-9b88-63c52fa59a22′]

Westfalia Agrishop - Alles für Garten und die moderne Landwirtschaft - Hier klicken!