Lebhaft und Keck

Thüringer Barthühner sind eine ausgesprochen lebhafte und kecke Hühnerrasse die ursprünglich, wie der Name schon sagt aus Thüringen stammt.

 

Thüringer Barthuhn
Das Thüringer Barthuhn ist eine alte Haustierrasse (Geflügel-Album, Jean Bungartz, 1885)

 

Steckbrief

Rassetyp: Legerasse

Körpertyp: leicht

Temperament: lebhaft und keck

Farbschläge: 10 Farbschläge

Anzahl Eier im 1. Jahr ca.: 150

Eiergewicht ca.: 53 g

Schalenfarbe: reinweiss

Gewicht: Hahn 2 – 2,5 Kg, Henne 1,5 – 2 Kg

Größenbedarf des Auslaufs: gross, idealerweise Freilauf, gute Futterverwerter

Zaunhöhe: sehr hoch, ggf. überspannt

Flugfähigkeit: gut

Bruttrieb: gering

Ansprüche: anspruchslos und frostunempfindlich

 

 

Geschichte und Herkunft

Thüringer Barthühner stammen wie der Name schon sagt aus Thüringen und zwar aus dem westlichen Teil des Thüringer Waldes. Im Ort Ruhla an der Ruhl sollen es schon Mitte des 18. Jahrhunderts bärtige Haubenhühner gegeben haben. Ursprünglich wurden diese Hühner „Pausbäckchen“ genannt. Zu den Ausgangsrassen gehören mit ziemlicher Sicherheit die damals in Westthüringen vorkommenden „Otterköpfe“. Desweiteren werden oft Paduaner und Houdan genannt, was aber fraglich ist, da es sich dabei um französische Rassen handelt und damals keine Handelsbeziehungen nach Frankreich bestanden. Möglich ist auch ein Ursprung in böhmischen Rassen die von Einwanderern mitgebracht wurden.

 

Farbschläge

 

schwarz

weiß

blau

gelb

rot

gesperbert

gold-schwarzgetupft

silber-schwarzgetupft

chamois-weißgetupft

rebhuhnfarbig.

 

 

 

Thüringer Barthuhn Henne
Thüringer Barthuhn Henne, Quelle: Johannes Schneider at German Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) or CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)]

Körperbau

Knapp mittelgroßes Huhn mit gedrungenem, walzenförmigem Körper, einem sehr vollen, länglich runden, ungeteilten Federbart und insbesondere im Nacken voll befiedertem Halsbehang.

 

Hahn:

 

Rumpf: mittellang; etwas gedrungen; walzenförmig; fast waagerecht getragen.

Hals: mittellang; etwas gebogen; mit reichem, besonders nach hinten, sehr vollem Behang.

Rücken: mittellang.

Schultern: breit; nicht hervortretend.

Flügel: breit; etwas locker getragen.

Sattel: mit vollem Behang; mit fließendem, leichtem Anstieg zum Schwanz.

Schwanz: breit angesetzt; federreich; mit gut gebogenen, ziemlich langen, breiten Sichelfedern; angehoben aber nicht steil getragen.

Brust: breit und voll.

Bauch: voll und breit.

Kopf: mittelgroß; rund.

Gesicht: rot, teils vom Bart verdeckt.

Kamm: kaum mittelgroßer Stehkamm; gleichmäßig gezackt mit waagerechter Fahne; Kammblatt in flachem Bogen verlaufend.

Kehllappen: sehr klein; vorn Bart verdeckt.

Ohrscheiben: vom Bart verdeckt, daher unwichtig in Form und Farbe.

Augen: groß; Farbe je nach Farbschlag.

Schnabel: kurz; hornfarbig, heller oder dunkler in Anlehnung an die Lauffarbe.

Bart: voll; länglich rund; ungeteilt; an den Seiten volle Pausbacken bildend.

Schenkel: kaum mittellang: straff befiedert; nur leicht sichtbar.

Läufe: mittellang; unbefiedert; Farbe je nach Farbschlag.

Zehen: mittellang: gut gespreizt.

Gefieder: voll; bis auf den Halsbehang fest anliegend.

 

Henne:

 

Sie zeigt einen gedrungenen, walzenförmigen, waagerecht getragenen Rumpf, eine gut gerundete Brust, einen breiten, geräumigen Bauch und einen breit angesetzten, angehoben getragenen Schwanz. Im Nacken Federkrause, die bei Alttieren voll ausgeprägt ist. Der Stehkamm ist klein, leichte Seitenneigung der Fahne gestattet.

 

Zuchtverbände