Der Name trügt

Entgegen vieler Schilderungen stammt der Name der Westfälischen Totleger nicht daher, dass sie sich aufgrund der hohen Legeleistung quasi zu Tode legen, sondern ist aus einem plattdeutschen Begriff entstanden der soviel bedeutet wie „Alltagsleger“ was sich wohl auf die hohe mehrjährige Eierzahl bezog. Westfälische Totleger sind eine frühreife und schnellwüchsige Rasse für den Selbstversorger die sich bei freiem Auslauf einen Großteil ihres Futters selber sucht. Auch wenn ihnen die Bruttauglichkeit abgesprochen wird können Westfälische Totleger je nach Haltungsbedingung durchaus brütig werden und führen ihre Küken dann sehr zuverlässig.

 

Westfälische Totleger Henne
Das Westfälische Totlegerhuhn ist vermutlich ein nachfahre des Türkenhuhns, Quelle: –Xocolatl (talk) 18:53, 26 April 2010 (UTC) [Public domain], from Wikimedia Commons

Steckbrief

Rassetyp: Legerasse

Körpertyp: mittelschwer

Temperament: lebhaft bis flüchtig

Farbschläge: 2 Farbschläge

Anzahl Eier im 1. Jahr ca.: 180 – 200

Eiergewicht ca.: 50 – 65 g (Bruteier mind. 53 g)

Schalenfarbe: reinweiss

Gewicht: Hahn 2 – 2,5 Kg, Henne 1,5 – 2 Kg

Größenbedarf des Auslaufs: gross, idealerweise Freilauf, gute Futtersucher

Zaunhöhe: sehr hoch, ggf. überspannt

Flugfähigkeit: sehr gut

Bruttrieb: keiner

Ansprüche: anspruchslos und sehr wetterfest

 

 

 

Geschichte und Herkunft

Westfälische Totleger kamen vermutlich mit fahrenden Händlern als Nachfahre des Türkenhuhns nach Westfalen und waren dort lange Zeit auf jedem Hof anzutreffen. Da es als arme Leute Huhn mit widrigen Bedingungen klar kommen musste selektierte sich eine sehr anspruchslose Rasse heraus. Berichte von Westfälischen Totlegern gibt es schon um 1800. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Rasse von aufkommenden neuen Rassen wie dem Lakenfelder weitgehend verdrängt.

 

Farbschläge

silber

gold

 

 

 

Westfälischer Totleger
Westfälische Totleger waren einst auf jedem hof in Westfalen anzutreffen Quelle: –Xocolatl (talk) 17:02, 7 May 2011 (UTC) [CC0], from Wikimedia Commons

Körperbau

Kräftige Landhuhnform in mittelhoher Stellung und voller Befiederung.

 

Hahn:

 

Rumpf: voll, tief, abgerundet.

Hals: mittellang; mit reichem Behang.

Rücken: mäßig lang; etwas abfallend.

Schultern: breit; abgerundet.

Flügel: kräftig; fest angeschlossen.

Sattel: voller Behang.

Schwanz: groß; voll; hoch getragen; mit langen, breiten, gut gebogenen Sicheln.

Brust: gut gerundet.

Bauch: breit und voll.

Kopf: mittelgroß; gestreckt; mäßig breit.

Gesicht: rot; mit Federchen besetzt.

Kamm: kleiner Rosenkamm; fein geperlt: mit dünnem, geradem oder etwas geneigtem Dorn.

Kehllappen: mittellang; fein im Gewebe.

Ohrscheiben: klein; rund; bläulich weiß.

Augen: dunkelbraun.

Schnabel: kräftig; bläulich hornfarbig.

Schenkel: kräftig; mittellang.

Läufe: feinknochig; graublau.

Zehen: gespreizt.

Gefieder: fest anliegend.

 

Henne:

 

Eine etwas weniger geneigte Walzenform; volle und tiefe Brust; gut entwickelter Bauch; etwas locker getragener Schwanz; wenig hervortretende Schenkel; kleiner Rosenkamm; kleine Ohrscheiben und Kehllappen.

 

Zuchtverbände

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