Wetterfest und Frohwüchsig

Das Augsburger Huhn ist die einzige in Bayern entstandene Hühnerrasse. Es ist ein ausgesprochen wetterfestes und frohwüchsiges Huhn für den Selbstversorger das schon im Alter von 5 Monaten mit dem Eierlegen beginnt. Besonderheit des Augsburger Huhns ist der besondere Becherkamm.

 

Augsburger Hahn
Aufgrund seines besonderen Fleisches wurde das Augsburger Huhn 2011 in die Arche des Geschmacks aufgenommen

 

Steckbrief

Rassetyp: Zweinutzungsrasse

Körpertyp: mittelschwer

Temperament: eigenwillig und freiheitsliebend

Farbschläge: 2 Farbschläge

Anzahl Eier im 1. Jahr ca.: 150 – 180

Eiergewicht ca.: 60 g

Schalenfarbe: weiss

Gewicht: Hahn 2,3 – 3 Kg, Henne 2 – 2,5 Kg

Das Fleisch ist sehr wohlschmeckend, etwas wildartig und etwas dunkler als anderes Hühnerfleisch*.

Größenbedarf des Auslaufs: sehr gross, idealerweise Freilauf, guter Futtersucher

Zaunhöhe: sehr hoch, ggf. überspannt

Flugfähigkeit: sehr gut

Bruttrieb: gering

Ansprüche: anspruchslos, ausgesprochen wetterfest

*Das Augsburger Huhn ist aufgrund seines Fleisches 2011 als „Passagier der Arche des Geschmacks“ von Slow Food Deutschland anerkannt worden.

 

 

 

Geschichte und Herkunft

Das Augsburger Huhn stammt wie der Name schon sagt aus dem Augsburger Raum und dem südlichen Schwarzwald. 1880 erzüchtete ein Züchter aus Haunstetten bei Augsburg die Rasse aus La Fleche, einer französischen Landrasse mit hoher Fleischleistung und italienischen Lamotte-Hühner. Diese sollten die Wetterhärte und die Legeleistung verbessern. Beschrieben wurde das Augsburger Huhn erstmals 1885.

 

Farbschläge

schwarz

blau gesäumt

 

 

Augsburger Hahn
Typisch für das Augsburger Huhn ist der ausgeprägte Becherkamm – Quelle: Jörg Erich [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], from Wikimedia Commons

Körperbau

Mittelschweres Huhn mit voller, gestreckter Landhuhnform und etwas aufgerichteter Haltung. Das besondere Merkmal ist der Becher- oder Kronenkamm.

 

Hahn:

 

Rumpf: gestreckt; kräftig; leicht aufgerichtete Körperhaltung.

Hals: mittellang mit vollem Behang.

Rücken: breit; ziemlich lang; nach hinten leicht abfallend.

Schultern: breit; gerundet.

Flügel: anliegend; etwas lose getragen gestattet.

Sattel: breit; mit vollem Behang.

Schwanz: lang; mit breiten, stark gebogenen Haupt- und Nebensicheln; leicht geöffnet und ziemlich hoch, jedoch nicht steil getragen.

Brust: voll; breit; leicht angehoben getragen.

Bauch: gut entwickelt.

Kopf: mittelgroß; ziemlich breit.

Gesicht: glatt; rot.

Kamm: aufrecht stehend; beginnt am Schnabel einfach, teilt sich nach der ersten oder zweiten Kammzacke zu einem becherförmigen, kronenartig gezackten Kamm mit möglichst gleichmäßiger, beiderseitiger Zackenbildung; beide Kammteile sollen so geformt sein, dass der dadurch entstehende Becher hinten möglichst geschlossen ist.

Kehllappen: mittelgroß; fein im Gewebe.

Ohrscheiben: länglich rund; glatt; rein weiß.

Augen: dunkelbraun.

Schnabel: dunkelhornfarbig.

Schenkel: kräftig; gut sichtbar; straff befiedert.

Läufe: mittellang; unbefiedert; schiefergrau.

Zehen: mittellang; gut gespreizt; helle Spitzen gestattet.

Gefieder: breit; gut anliegend.

 

Henne:

 

Die Henne gleicht dem Hahn bis auf die geschlechtsbedingten Unterschiede. Der Bauch ist gut entwickelt und der Schwanz wird etwas weniger aufrecht als beim Hahn und leicht gefächert getragen.

 

Zuchtverbände