Urtümlich und wetterhart

Bergische Schlotterkämme sind urtümliche Nutzhühner die sehr wetterhart und mittelgroß sind. Nahmensgebend ist der Kamm der Henne, der weder stehen soll, noch einseitig hinunter hängen. Er soll wechselseitig mal auf die eine, mal auf die andere Seite fallen, eben schlottern…

 

Bergischer Schlotterkamm Henne
Namensgebend für den Bergischen Schlotterkamm ist der typische Kamm der Henne, nicht etwa der des Hahnes, Quelle: JürnC (Diskussion) 14:21, 7. Jul. 2013 (CEST) [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)], from Wikimedia Commons

Steckbrief

Rassetyp: Zweinutzungsrasse

Körpertyp: mittelschwer

Temperament: sehr lebhaft

Farbschläge: 4 Farbschläge

Anzahl Eier im 1. Jahr ca.: 180

Eiergewicht ca.: 55 g

Schalenfarbe: reinweiss

Gewicht: Hahn 2 – 2,75 Kg, Henne 1,75 – 2,25 Kg

Größenbedarf des Auslaufs: groß

Zaunhöhe: sehr hoch

Flugfähigkeit: sehr gut

Bruttrieb: kaum vorhanden

Ansprüche: robust und wetterfest

 

 

 

 

Geschichte und Herkunft

Bergische Schlotterkämme sind im 18. Jahrhundert im Bergischen Land aus alten Landschlägen, Bergischen Krähern und eingeführten spanischen Hühnerrassen entstanden. Bei den schwarz-weiss gedobbelten Schlotterkämmen handelte es sich ursprünglich um Bergische Kräher, deren schwarz-weis gedobbelte Variante am 1885 den Schlotterkämmen zugeordnet wurde. Diese starb 1929 aus. Heutige Tiere sind Nachzüchtungen aus Bergischen Krähern und Thüringer Barthühnern, also genetisch ebenfalls keine Schlotterkämme.

 

Farbschläge

schwarz-weissgedobbelt

schwarz-gelbgedobbelt

schwarz

gesperbert

 

Bergischer Schlotterkamm
Wehrhaft und stolz sind Hähne des Bergischen Schlotterkamms, Quelle: JürnC at the German language Wikipedia [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0), CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en) or GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html)]

Körperbau

Derbes Landhuhn von gedrungener Form auf knapp mittelhoher Stellung, mit ziemlich hoch getragenem Schwanz und anliegender Befiederung.

 

Hahn:

 

Rumpf: breite, derbe, leicht abfallende Landhuhnform.

Hals: gedrungen; mit reichem Behang.

Rücken: mittellang; sich wenig verjüngend.

Schultern: breit.

Flügel: lang; hoch angesetzt; fest anliegend getragen.

Sattel: mit reichem Behang.

Schwanz: sehr reich entwickelt; in stumpfem Winkel aufrecht getragen; mit voller Besichelung.

Brust: breit und voll; tief angesetzt.

Bauch: voll und tief.

Kopf: kräftig; breit.

Gesicht: rot; mit kleinen Haarfederchen besetzt.

Kamm: einfach; aufrecht; gut mittelgroß; nicht zu tief gezackt; mit gut ausgebildeter Fahne, die dem Nacken folgt, ohne aufzuliegen.

Kehllappen: mittellang; gut abgerundet.

Ohrscheiben: mäßig groß; länglich rund; rein weiß.

Augen: rot bis dunkelbraun.

Schnabel: kräftig; farblich in Anlehnung an die Lauffarbe.

Schenkel: kräftig; etwas sichtbar.

Läufe: mittellang; Farbe je nach Farbschlag.

Zehen: gut gespreizt.

Gefieder: voll; breit; straff anliegend.

 

Henne:

 

In der Körperhaltung waagerechter als der Hahn, mit tiefem, vollem Bauch. Der Schwanz breit getragen. Der Kamm hinten leicht umliegend, von einer auf die andere Seite „schlotternd“.

 

 

 

Zuchtverbände