Junge Zweinutzungsrasse mit hervorragendem Fleisch

Niederrheiner sind eine relativ junge Hühnerrasse die erst 1943 anerkannt wurde. Ursprünglich als Zweinutzungshuhn mit besonders guter Fleischleistung gezüchtet sieht man es ihnen auch an, wobei sie auch eine beachtliche Legeleistung aufweisen können. Das Fleisch der Niederrheiner ist weiss, kurzfaserig und äusserst delikat, was diese Rasse nach wie vor für den Selbstversorger sehr interessant macht.

 

Niederrheiner Gelbsperber
Niederrheiner sind stattliche Hühner mit gutem Fleischansatz – Bildquelle: Michi012 [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

Steckbrief

Rassetyp: Zweinutzungsrasse

Körpertyp: mittelschwer

Temperament: ruhig und bedächtig, schnell handzahm

Farbschläge: 5 Farbschläge

Anzahl Eier im 1. Jahr ca.: 200, im 2. Jahr 170

Eiergewicht ca.: 55 g

Schalenfarbe: gelb bis hellbraun

Gewicht: Hahn 3,5 – 4 Kg, Henne 2,5 – 3 Kg

Größenbedarf des Auslaufs: mittel, gerne Freilauf, bei wenig Bewegung neigen Niederrheiner zur Verfettung.

Zaunhöhe: klein

Flugfähigkeit: keine

Bruttrieb: gering

Ansprüche: robust

 

 

 

 

Geschichte und Herkunft

Niederrheiner sind Ende der 1920er Jahre von zwei niederrheinischen Züchtern aus niederländischen blauen Masthühnern erzüchtet worden, die ihrerseits aus den Rassen Plymouth Rock, Mechelnern, Faverolles und belgischen Kämpfern entstanden sind. Die Rasse wurde 1943 in Deutschland anerkannt.

 

Farbschläge

blausperber

kennsperber

gelbsperber

blau

birkenfarbig

 

Genaue Beschreibung der Farbschläge

 

Niederrheiner Gelbsperber
Niederrheiner sind eine recht junge Zwiehuhnrasse mit guter Fleischsleistung – Bildquelle: Michi012 [CC BY-SA 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)], from Wikimedia Commons

Körperbau

Übermittelgroßes, dabei sehr bewegliches, breit und mittelhoch gestelltes Zwiehuhn mit voller, kräftiger, gut abgerundeter Form.

 

Hahn:

Rumpf: abgerundet; breit; etwas gedrungen.

Hals: mittellang; leicht gebogen; mit vollem Behang.

Rücken: breit; mittellang; ohne Unterbrechung ansteigend; mit hohlrunder Rückenlinie in den vollen, federreichen Sattel übergehend.

Schultern: breit: kaum hervortretend; vom Halsbehang bedeckt.

Flügel: gut anliegend; waagerecht getragen.

Sattel: breit, voll und federreich.

Schwanz: mittellang; breit, ohne Winkel zum Sattel mit guter Steigung getragen; breite, gut gerundete Sichelfedern.

Brust: voll und breit; gut gerundet; leicht angehoben getragen.

Bauch: voll und breit.

Kopf: mittelgroß; leicht gewölbt.

Gesicht: gut durchblutet; spärlich befiedert.

Kamm: einfach; aufrecht stehend; von mittlerer Größe; fein im Gewebe; mit 4 bis 6 Zacken; Kammfahne möglichst der Nackenlinie folgend ohne aufzuliegen.

Kehllappen: mittelgroß; gut gerundet; fein im Gewebe.

Ohrlappen: klein; rot.

Augen: mittelgroß; Farbe je nach Farbschlag.

Schnabel: ziemlich kurz; gebogen; fleischfarbig mit hornfarbigem First.

Schenkel: mittellang; muskulös; hervortretend; gut befiedert.

Läufe: verhältnismäßig zart; unbefiedert; mittellang; fleischfarbig;

Zehen: gut gespreizt.

Haut: weiß.

Gefieder: breit; voll und gut entwickelt; anliegend.

 

Henne:

Bis auf die geschlechtsbedingten Unterschiede dem Hahn entsprechend. Die ganze Fülle der Erscheinung liegt auf der Brust, den Schultern und dem Rücken, der gut ausgerundet, mit dem tiefsten Punkt etwas vor der Rückenmitte über den breiten Sattel, schwungvoll ohne Winkel, zum Schwanz ansteigt. Der Schwanz voll entwickelt mit breiten, mittellangen Steuerfedern, breit und ansteigend getragen. Kleiner bis mittlerer Stehkamm, in der hinteren Hälfte auch etwas umliegend gestattet.

 

 

Zuchtverbände

SV d. Z. des Niederrheiner- und Zwerg-Niederrheiner-Huhnes

Horst Fuhrmann, Weidenbohrerweg 9, 44269 Dortmund

Tel.: 0231/484560

E-Mail: hhfuhrmann@gmx.de

 

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