Anspruchsloser Winterleger

Das Sundheimer Huhn ist ein hervorragendes Huhn für den Selbstversorger. Es stellt an die Haltungsbedingungen sehr wenig Ansprüche, wird schnell zutraulich, ist frohwüchsig und leicht mästbar. Darüberhinaus hat es eine gute Legeleistung, ist frühreif und zählt zu den Winterlegern.

 

Sundheimer Huhn
Sundheimer Hühner lassen sich leicht mästen – Bildquelle: Xocolatl (talk) 22:25, 15 June 2011 (UTC) [CC0], from Wikimedia Commons

Steckbrief

Rassetyp: Zweinutzungsrasse

Körpertyp: mittelschwer

Temperament: ruhig und zutraulich

Farbschläge: 1 Farbschlag

Anzahl Eier im 1. Jahr ca.: 200

Eiergewicht ca.: 55 g

Schalenfarbe: hell- bis dunkelbraun, auch punktiert

Gewicht: Hahn 3 – 3,5 Kg, Henne 2 – 2,5 Kg

Größenbedarf des Auslaufs: mittel

Zaunhöhe: klein

Flugfähigkeit: keine

Bruttrieb: keiner

Ansprüche: anspruchslos

 

 

Geschichte und Herkunft

Das Sundheimer Huhn wurde im Kreis Kehl am Rhein in der Stadt Sundheim erzüchtet. Zuchtziel war ein schnell wachsendes, leistungsstarkes und leicht mästbares Fleischhuhn. Nach dem ersten Weltkrieg wendete sich das Zuchtziel eher in Richtung Legeleistung. So wurde das Sundheimer Huhn zum heutigen Zweinutzungshuhn.

 

Farbschläge

weiss-schwarzcolumbia

 

Sundheimer Hühner
Sundheimer Hühner sind recht anspruchslos was die Haltungsbedingungen angeht – Bildquelle: Xocolatl (talk) 22:27, 15 June 2011 (UTC) [CC0], from Wikimedia Commons

Körperbau

Mittelschweres, nicht zu hoch gestelltes Huhn mit feinem Knochenbau; volle Rumpf- und etwas Fußbefiederung; ruhiges Temperament.

 

Hahn:

Rumpf: mittellang; voll; breit; tief; gut abgerundet, hinten etwas schmaler werdend; fast waagerecht getragen.

Hals: breit angesetzt; mittellang; mit mäßigem Behang.

Rücken: breit; mittellang; flach.

Schultern: breit; wenig hervortretend; gut gerundet.

Flügel: ziemlich hoch angesetzt; am Bug etwas gewölbt; fest anliegend.

Sattel: zum Schwanz hin nur leicht ansteigend; mit vollem, mittellangem Behang.

Schwanz: knapp mittellang; wenig angehoben und etwas locker getragen; mit nicht zu langen Sicheln.

Brust: breit; vorgewölbt.

Bauch: voll; breit; weit ausladend.

Kopf: mittelgroß; länglich breit

Gesicht: rot; mit kleinen weißen Federchen besetzt.

Kamm: einfach, klein, 4 bis 6 Zacken; Kammfahne der Nackenlinie folgend, ohne aufzuliegen.

Kehllappen: kurz; rundlich.

Ohrlappen: gestreckt; dünn; anliegend; rot.

Augen: orangerot bis rot.

Schnabel: stark, hellhornfarbig.

Schenkel: knapp mittellang; kräftig; voll befiedert; wenig aber deutlich hervortretend.

Läufe: knapp mittellang; breit gestellt; an der Außenseite schwach befiedert; fleischfarbig.

Zehen: mittellang; gut gespreizt; Außenzehen kurz befiedert.

Gefieder: breit; voll; fest anliegend.

 

Henne:

Dem Hahn bis auf die geschlechtsbedingten Unterschiede entsprechend, mit breitem, vollem Sattel und etwas mehr Anstieg als beim Hahn.

 

Zuchtverbände