Perlhühner halten
Perlhühner stammen ursprünglich aus Afrika und dem arabischen Raum wo sie auch heute noch wild vorkommen

 

Urtümliches Geflügel für die Selbstversorgung

Perlhühner bilden unter den Hühnervögeln eine eigene Familie mit sechs Arten. Im Gegensatz zu allen anderen Hühnervögeln die sämtlich zu den Fasanenartigen zählen, sind Hahn und Henne beim Perlhuhn optisch identisch und äusserlich kaum zu unterscheiden.

Von einer Domestikation kann nur bei einer der sechs Perlhuhnarten, nämlich beim Helmperlhuhn gesprochen werden.

 

Seit der Antike als Nutzgeflügel bekannt

Perlhühner stammen ursprünglich aus Afrika.

Die Stammform des domestizierten Perlhuhns, das Helmperlhuhn kommt in etwa 20 Unterarten in fast ganz Afrika, Südarabien und Madagaskar wild vor. Dort leben sie meist in kleinen Herden von 15 – 20 Tieren, die meist von einem starken Hahn geführt werden. Einzelne Paare findet man selten.

Die erste Domestizierung des Perlhuhns fand wohl im alten Äqypten statt, wobei auch im antiken Griechenland und in Phönizien Perlhühner gehalten wurden.

 

Perlhühner halten
Das Perlhuhn zeigt noch ein recht ursprüngliches Verhalten

 

Teure Delikatesse im alten Rom

Im römischen Reich war das Perlhuhn ebenfalls sehr beliebt und als Delikatesse geschätzt, wurde aber wohl hauptsächlich nur im Mittelmeerraum gehalten und blieb in seiner Zahl wohl deutlich hinter der Gans zurück was für hohe Preise auf römischen Märkten sorgte.

Mit dem Niedergang des römischen Reiches ging auch die Perlhuhnhaltung vorerst unter.

Wieder entdeckt wurde es von portugiesischen Seefahrern an der Küste Westafrikas Mitte des 16. Jahrhunderts die für seine erneute Ausbreitung in Europa sorgten.

Perlhühner sind heute weit verbreitet und werden in großer Zahl in Intensivhaltungen vorrangig in Frankreich, Italien, Rußland und Ungarn gehalten.

Für den Selbstversorger stellen sie eine interessante weitere Geflügelart dar.

 

Perlhühner
Das Helmperlhuhn ist die einzige Perlhuhnart bei der man von einer domistizierten Rasse sprechen kann

 

Laut und furchtlos

Perlhühner sind Allesfresser und lassen sich ähnlich halten und ernähren wie Hühner.

Angeblich töten Perlhühner mit Vorliebe und recht furchtlos Schlangen, was sie für Gegenden interessant macht in denen es zu Problemen mit Giftschlangen kommt.

Vor der Anschaffung von Perlhühnern sollte man sich im Klaren sein dass diese sehr laut werden können. Das lässt sich etwas reduzieren indem man nicht nur Hähne oder Hennen zusammen hält sondern Paare. Dadurch fällt der sogenannte Verlassenheitsruf weg, was die Lärmbelastung verringert. Trotzdem sollte man über tolerante Nachbarn verfügen oder etwas mehr Platz um sich herum haben.

 

Perlhuhnfeder
Die besondere Federzeichnung brachte dem Perlhuhn seinen Namen ein

 

Im Verhalten noch sehr ursprünglich

Da das Perlhuhn mit Ausnahme der japanischen Wachtel das jüngste Hausgeflügel darstellt, und im Vergleich zu Gans und Huhn erst sehr kurz domestiziert ist zeigt es sowohl im Aussehen als auch im Verhalten noch eine grosse Ursprünglichkeit, was es zu einer sehr interessanten Geflügelart macht, bei der es große Freude bereitet diese ursprünglichen Verhaltensweisen zu beobachten.

 

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