und Ideen für Weidenbauprojekte

als kleine Hilfe bei der Ideenfindung und Umsetzung.
Ansonsten klappt einfach drauf los bauen meistens auch…

Weidenkätzchen

Indianerzelt:

Man markiert einen Kreis von 1-1,5 m Durchmesser, steckt 2-3 m lange und 3-5 cm dicke Äste in den Boden und bindet sie über dem Zeltmittelpunkt in der gewünschten Höhe zusammen,so dass die Enden wie bei einem Indianerzelt überstehen. Zudem besteht die Möglichkeit, von unten her dünnere Ruten als Querverbindung zwischen die Gerüstäste einzuflechten und/oder kurze Weidenzweige zur Bewurzelung in die Zwischenräume zu stecken, wobei Eingang und Gucklöcher freizuhalten sind. Im Laufe der Jahre neu gebildete Triebe können wiederum verflochten werden.

 

 

Spielendes Mädchen als Indianer verkleidet



Iglu:

Hierfür verwendet man ca. 4 m lange Äste, die zuerst im Halbkreis im Boden befestigt, dann auf die gegenüberliegende Seite gebogen und abschließend eingegrabenoder in vorgefertigte Löcher gesteckt werden. Hinsichtlich der Zwischenräume kann man analog dem Indianerzelt verfahren, wobei es sich empfiehlt, kurze in den Boden gesteckte Ruten an den gekrümmten langen Gerüstästen anzubinden, um die Rundung des Iglus beizubehalten.

 

 



Tunnel:

Die Enden ca. 2 m langer Ruten werden wie beim Iglu zuerst auf einer Seite eingegraben, über die Tunnelbreite von etwa 80 cm gebogen und dann auf der gegenüberliegendenSeite im Boden befestigt. Auch hier kann man wieder kürzere Ruten an schon eingegrabene Äste anheften oder quer einflechten. Bei Anlage längerer Tunnels ist es ratsam, seitlich Öff- nungen als "Fluchtwege" für die Kinder auszusparen. In Anbetracht der Tatsache, dass Kinder vorrangig auf allen Vieren durch den Tunnel kriechen, ist als Bodenbelag anstelle des natürlichen Bewuchses Rindenmulch oder Holzhäcksel zu ver- wenden.

 

 

Weidentunnel



Zaun:

Um einen stabilen Zaun zu errichten,empfiehlt es sich, zuerst einen 20-30 cm tiefen Graben zu schaufeln. In diesen werden dann 5-10 cm dicke Weidenäste in ungefähr 1m Abstand auf die endgültige Höhe des Zaunes eingeschlagen. Dazwischen steckt man in 15-30 cm Abstand dünne Rutenam besten über Kreuz (besseres Anwachsen!). Dann wird wieder Erdreich eingefüllt und festgetreten. Um schon von Anfang an einen relativ dichten Zaun zu haben, kann man lange Ruten waagrecht zwischen die gesteckten einflechten. Der Neuaustrieb der Ruten kann ebenfalls laufend verflochten werden. Nimmt die neu gebildete Triebmasse mit der Zeit zu große Ausmaße an, so lässt sich der Zaun ohne Probleme zurückschnei- den, was man in diesem Fall i. d. R. mit der Heckenschere durchführen wird.

 



Labyrinth:

Mit der Anlagetechnik für Zäune lassen sich auch Labyrinthe gestalten. Dabei ist darauf zu achten, dass die Wege im Irrgarten für hindurch rennendeoder spielendeKinder breit genug sind (> 1,5 m). Deshalb ist für die Anlage von Labyrinthen zum einen die Verwendung klein und kompakt bleibender Weidenarten und -sorten ratsam, zum anderen sind regelmäßige Pflegemaßnahmen mit Rückschnitt notwendig. Was die für Kinder sowieso schon große Attraktivität eines Labyrinthes noch erhöht, ist die Integrierung verschiedener "Stationen" wie Sand- oder Steinhaufen, Wasser- und Matschbereich, Naschecke mit Beerensträuchern oder Obstspindelbüschen.

 



Wie schon erwähntsind neben den oben genannten Bauten nochunzählige andere Variationen und Kombinationen möglich und je nach verfügbarem Material und Platz der Fantasie kaum Grenzen gesetzt auch große Weidenbauten wie etwa eine ganze Burg zu realisieren wobei man allerdings bedenken sollte, dass diese bauten schon jedes Jahr einiges an Pflege bedürfen da sie sonst ganz schnell völlig aus den Fugen geraten, aber zu dieser kann man ja dann auch den Nachwuchs samt wilder Freundeshorde verpflichten und daraus actionreiche Eventtage zaubern...

 

Reihe von Korbweiden