Elementar für weiches Leder

 

Vom Äschern verbleiben in den Häuten Kalk- und Schwefelnatriumverbindungen zurück, die mehr oder weniger gründlich entfernt werden müssen.Der Grad der Entfernung hängt davon ab, welche Art Leder man produzieren möchte. Je feiner und weicher das Leder werden soll, umso gründlicher müssen die Rückstände entfernt werden.Zu Beginn wäscht man die Felle erst einmal gründlich mit klarem Wasser, wodurch schon einmal ein Teil der Rückstände ausgespült werden.Danach wird mit Säuren, Ammonsalzen und speziellen Entkälkungsprodukten, teilweise auch kombiniert weiter gearbeitet.

 

 

Blick in eine Kalkgrube

Säuren

So genannte starke Säuren, die mineralischen Säuren wie Salz- und Schwefelsäuren lassen die Häute schwellen, was meist unerwünscht ist.
Deshalb werden diese nur benutzt, wenn das Leder nicht besonders weich werden soll. Da Schwefelsäure ausserdem unschöne Kalkflecken verursachen kann, ist der Salzsäure der Vorzug zu geben.
Ausserdem lässt man die Säuren nur kurze Zeit auf die äusseren Schichten einwirken, so dass keine Schwellung eintreten kann. Das geschieht durch sorgfältige Beobachtung.Ameisensäure wirkt bedeutend milder und ist unkomplizierter in der Anwendung. Aber auch bei dieser entstehen Schwellungen, wenn sie länger einwirkt. Desweiteren gibt es spezielle Entkälkungsmittel, die teilweise auch einzeln angewendet werden können. Leider sind diese Profimittel für den Hobbygerber momentan eigentlich nicht zu bekommen.

Auch Borsäure und Natriumbisulfit (Achtung: nicht mit Natriumbisulfid verwechseln) können als nichtschwellende Säuren eingesetzt werden. Beide kann man als Pulver oder in Salzform beziehen. Hier ist nicht so große Sorgfalt von Nöten wie bei den flüssigen Säuren, da auch Überdosierugen nicht so schnell Schäden verursachen. Jedoch dauert das Entkälken damit natürlich auch länger.



Entkälkungsmittel

 

Decaltal
Corimerpin 4918
Corimerpin 6088
Corimerpin 9063

Ameisen auf einem Stein

Als weitere zusätzliche Möglichkeit kann auch Ammonsulfat verwendet werden. Dabei entsteht als Nebenprodukt Ammoniakgas.das in höherer Konzentration unangenehm in der Nase sticht, im Prinzip aber harmlos ist.Dieses gas entsteht auch bei der Zersetzung von Mits, zum Beispiel von Pferden und wird von daher auch den meisten bekannt sein.
Die durch das Entkälken gelösten Salze müssen dann noch mit reichlich Wasser ausgespült werden.



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